Wann ein Flugzeug wirklich abhebt, lässt sich messen. Bisher tut das nur der Flughafen selbst. Wir bauen ein zweites, unabhängiges Messnetz — und veröffentlichen, was dabei herauskommt, samt Methode und Unsicherheit.
Dafür brauchen wir Standorte mit Sicht auf die Pisten. Keine Fachkenntnis, kein Aufwand, kein Risiko. Nur Sicht, Strom und Internet.
Verteilt rund um den Flughafen. Jeder Standort erhält einen Empfänger; wo die Sicht es hergibt, zusätzlich eine Kamera. Gemeinsam ergeben sie ein Netz, das jede Bewegung erfasst — bei jeder Wetterlage.
Warum mehrere und nicht einer
Redundanz. Fällt ein Standort aus — Stromausfall, Umbau, Umzug — misst der nächste weiter. Eine Messreihe mit Lücken ist angreifbar.
Zwei Blickwinkel auf dieselbe Bewegung. Erst dadurch wird aus einer Messung eine überprüfbare Messung. Weichen zwei unabhängige Standorte voneinander ab, sehen wir das sofort — und weisen es aus, statt es zu verschweigen.
Alle Windlagen. Je nach Wetter wird in unterschiedliche Richtungen gestartet. Ein Netz deckt alle ab, ein einzelner Standort nur eine.
Gesucht: Sicht auf den Abhebepunkt
Entscheidend ist nicht die Nähe zum Flughafen und nicht die Höhe, sondern die freie Sichtlinie zu der Stelle, an der die Flugzeuge vom Boden abheben. Ein Dach auf zwölf Metern mit unverbautem Blick ist besser als ein höherer Standort, vor dem eine Halle steht.
In diesem Fenster gilt am Flughafen Zürich in der Regel das Ostkonzept: Gestartet wird nach Norden auf den Pisten 32 und 34, teilweise auch auf 28. Genau dort liegt die Frage, um die gestritten wird.
Der Wind entscheidet mit
Welche Piste am Abend benutzt wird, hängt vom Wetter ab. Bei starker Bise greift das Biswindkonzept: Dann wird auf Piste 10 nach Osten gestartet — in die Gegenrichtung. An solchen Abenden trägt eine ganz andere Bevölkerung die Lärmlast, oft ohne es zu wissen.
Deshalb suchen wir Standorte in allen vier Richtungen. Und deshalb bauen wir ein Netz statt einzelner Beobachtungsposten: Ein Empfänger erfasst jede Bewegung in Reichweite, unabhängig davon, welche Piste gerade dran ist. Eine Kamera zeigt dagegen eine Richtung und hat Tage, an denen dort nichts passiert.
- Piste 32Starts nach Norden, Kurs 320° — Regelfall am Abend. [Gemeinden TBD]gesucht
- Piste 34Starts nach Norden, Kurs 340° — zweite Startpiste am Abend. [Gemeinden TBD]gesucht
- Piste 28Landungen aus Osten, Kurs 280°, teilweise auch Starts. [Gemeinden TBD]gesucht
- Piste 10Starts nach Osten, Kurs 100° — nur bei Bise, dafür dann ausschliesslich. [Gemeinden TBD]gesucht
Piste 16 kommt später. Auf ihr wird nur tagsüber gestartet, im Nordkonzept zwischen 07:00 und 21:00 Uhr. Für die Abendfrage spielt sie keine Rolle — wohl aber für die Rollzeit-Bilder bei Tageslicht. Meldungen aus dieser Richtung nehmen wir gerne entgegen und halten sie für die zweite Ausbaustufe.
Unsicher, ob dein Standort passt? Melde dich trotzdem. Die Beurteilung übernehmen wir — dafür genügt uns ein Foto aus dem Fenster.
Passt mein Standort?
- Freie Sicht Richtung Flughafen, ohne Gebäude oder hohe Bäume in der Sichtlinie
- Dach, Estrich, Balkon oder Fenster zugänglich
- Steckdose und WLAN in Reichweite
- Bereitschaft, das Gerät mindestens zwölf Monate zu beherbergen
Vier Häkchen genügen. Alles Weitere klären wir vor Ort.
Muss ich mit Ärger rechnen?
Nein. Das Gerät ist ein Empfänger, kein Sender. Es strahlt nichts ab, sondern hört mit, was Flugzeuge ohnehin ungerichtet aussenden. Es braucht dafür keine Bewilligung.
Die Antenne ist etwa einen Meter hoch und bleibt damit weit unter jeder Höhe, die eine luftfahrtrechtliche Meldung oder Bewilligung auslösen würde.
Wo eine Kamera dazukommt, wählen wir den Bildausschnitt so, dass keine Personen und keine Nachbargrundstücke erkennbar sind.
Montage, Betrieb, Wartung und späterer Rückbau gehen auf unsere Kosten. Der Strombedarf liegt bei rund fünf Watt, also etwa so viel wie ein Ladegerät im Standby.
Dein Standort wird nicht veröffentlicht. In den Daten erscheint ausschliesslich die Gemeinde, nie eine Adresse und nie ein Name — es sei denn, du willst es ausdrücklich anders.
Wer was einbringt
Du bringst
- Sicht Richtung Piste
- Steckdose und WLAN
- Zugang für Montage und gelegentliche Wartung
- Etwas Geduld beim Aufbau
Wir bringen
- Gerät, Antenne, Montagematerial
- Installation und Rückbau
- Betrieb, Überwachung, Reparatur
- Alle Kosten
- Zugang zu deinen eigenen Messdaten
Standort melden
Mockup — das Formular ist ohne Funktion. Meldekanal noch festzulegen: [Kontakt TBD]
Wir melden uns innerhalb weniger Tage zurück und schauen den Standort gemeinsam an. Aus einer Meldung entsteht keine Verpflichtung.
Was wir mit den Daten tun
Wir veröffentlichen sie. Vollständig, mit Methode, Unsicherheit und Änderungsprotokoll — siehe Methodik. Und wir veröffentlichen sie auch dann, wenn das Ergebnis unserer eigenen Position widerspricht. Nachprüfbarkeit ist der ganze Sinn dieses Netzes.
Was wir nicht tun: Zahlen behaupten, bevor wir gemessen haben.